Glaubenssätze

Glaubenssätze ändernVerinnerlichte Glaubenssätze können im Laufe des Lebens sehr hinderlich wirken und können einem die Möglichkeit nehmen, neue Erfahrungen zu sammeln. Ständig bewerten wir Situationen und schaffen dadurch einen emotionalen Bezug. Hieraus entstehen Glaubenssätze, die unsere Ansichten formen. Unsere Ansichten wiederum beeinflussen unser Handeln. So ist es möglich, dass wir neue Erfahrungen sammeln möchten oder sie lieber vermeiden wollen. Je nachdem, welche Färbung wir Ihnen geben.

Ziel der Glaubenssatzarbeit ist es, stresserzeugende Gedanken loszulassen und/oder zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Diese Methode hilft, störende Dinge neu zu betrachten, störende Muster zu erkennen und eine innere Neubewertung in Gang zu setzen. Dies führt in der Konsequenz zu einer befreienden und lösungsorientierten Handlungsweise. Ein hinderlicher Glaubenssatz könnte z.B. sein: „Ich kann keine Mathematik“. Die schulischen Noten belegen, dass das Kind nicht gut in Mathematik ist. An dem Fach Mathematik ist ja erst mal nichts Schlechtes. Aber der emotionale Bezug dazu beeinträchtigt das Handeln des Kindes, es schreibt schlechte Klassenarbeiten.

Woher stammen die Glaubenssätze?

Ein verinnerlichter Glaubenssatz hat immer eine Berechtigung, einen Grund, warum er da ist. Es ist nun durch viel Fragen erforderlich, herauszufinden, welchen Vorteil der Gedanke für das Kind hat. Denn dieser Vorteil sorgt für die Existenzberechtigung des Glaubenssatzes. Es könnte z.B. sein: „Da ich Mathematik nicht mehr lernen muss, habe ich auch mehr Freizeit, denn Lernen bringt ja nichts“. Der Vorteil aus seiner Sicht ist also mehr Freizeit. Aber was erlebt es in der Freizeit? Was tut ihm da so gut? Ist es vielleicht der Kontakt zu anderen Kindern, mit denen es spielt oder Sport treibt und es hier viel an Selbstbestätigung erhält?

Veränderung von Glaubenssätzen

Jetzt muss gemeinsam erarbeitet werden, ob es zu diesen Vorteilen nicht auf einem anderen Wege gelangen kann, ohne den hohen Preis zu zahlen. Das Kind geht in die Vorstellung, wie es sich leben würde, wenn es diesen Glaubenssatz nie gegeben hätte und beschreibt die befreiende Vorstellung. Vielleicht fühlt es sich selbstbewusster, anerkannter und freier.

Nun ist der Raum gegeben, um gemeinsam einen neuen, ersetzenden Glaubenssatz zu finden. Hier wird die Grundlage für die erwünschte Handlungsweise gelegt, z.B. „ich finde Selbstbestätigung und Anerkennung, wenn ich gute Leistungen in Mathematik bringe“. Diese Methode ist so wirkungsvoll, weil sie über das Nachfühlen funktioniert.