iERT (Eye Movement Desensitization and Reprocessing EMDR)

übersetzt: Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung.

Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass traumatisierte Kinder in die Hände von Experten, wie Kinder- und Jugendpsychologen gehören und nicht zur Klientel des Coachings.

Was ist die iERT-Methode?

Blockaden lösenDas Gehirn schützt sich vor Reizüberflutung. Dies ist ein unterbewusster Prozess. Bei nicht verarbeiteten emotionalen Belastungen spricht man von Blockaden. Die Methode basiert auf der Hypothese, dass zu jeder seelischen Blockade auch eine physische Komponente existiert. Es wird vermutet, dass Informationen, meist in angsterzeugender Weise im limbischen System des Gehirns „eingefroren“ werden. Nicht verarbeitete Blockaden belasten meist ein Leben lang. Das limbische System ist zuständig für Gefühlsregungen und Gefühlsverarbeitungen.

Die iERT-Methode ist eine kindgerechte Erweiterung und Zusammenführung des EMDR, EDI und Brainspottings.

Was bewirkt iERT?

Die simulierten Augenbewegungen, die bei der iERT Methode angewandt werden, scheinen den Block im Nervensystem aufzuheben und zu ermöglichen, die Erlebnisse zu verarbeiten. Dies geschieht auch im REM – Traumschlaf. Bei einem schlafenden Menschen kann man oft eine lebhafte Bewegung der Pupille unter den geschlossenen Augenlidern erkennen. Die Bewegung deutet auf die Verarbeitung durch das Gehirn hin.

Die Augenbewegungen unterstützen den Verarbeitungsprozess. Hier wird eine Gegenwirkung zu den psychologischen Prozessen, die zuvor durch die Blockade ausgelöst worden sind, erzielt. Die Bearbeitung der „eingefrorenen“ Gefühle ist nun möglich. Der Weg wird wieder frei gemacht und das limbische System kann gleich oder ähnlich bewertete Informationen neu ermessen. Es findet eine kognitive Umstrukturierung statt, wobei der auslösende Effekt neutralisiert wird.

Woher kommen die Blockaden?

Im Gespräch wird erarbeitet, woher der belastende Vorfall aus der Vergangenheit kommt, was der Auslöser in der Gegenwart ist und wie sich das Kind das zu erreichende Ziel in der Zukunft vorstellt.

Zum Beispiel: Es gab in der Vergangenheit eine Situation im Mathematikunterricht, in der es ausgelacht wurde. Dieses Erlebnis war sehr belastend. Auslöser in der Gegenwart ist Mathematikunterricht. Für die Zukunft wünscht das Kind sich im Mathematikunterricht mehr Sicherheit.

Die Technik wird so lange durchgeführt, bis die Blockade auslösende Situation nicht mehr beängstigend bewertet wird.